Damen bauen ihre Siegesserie aus

Am Sonntag traten die Damen der PTSV Jahn Freiburg Pumas im fernen Ulm zum Spitzenspiel der 1. Landesliga Baden-Württemberg gegen die Spielgemeinschaft Ulm-Karlsruhe B an. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Herbsttemperaturen ging es für die Pumetten darum, die bisherige Siegesserie fortzusetzen und den Spitzenplatz in der Tabelle zu verteidigen.

Die Pumetten starteten stark in die Partie: Nach gewonnenem Draw setzte sich das Team in der gegnerischen Hälfte des Spielfeldes fest und ließ den Ball gut zirkulieren. Immer wieder wurde die gegnerische Verteidigung mit Cuts in Bewegung gebracht, bis Neuzugang Leonie Herfarth (# 34) die dadurch entstandene Unordnung nutzte, stark ans Crease sprintete, dort den Ball erhielt und sicher zur Führung für die Pumas einnetzte. Nur eine Minute später erhöhte Sina Spiegler bereits auf 2:0 – ein Start nach Maß für die Freiburgerinnen und ein Nackenschlag für die Gastgeberinnen, die nun erst mal ein Time-out benötigten!

Nach der Auszeit entwickelte sich ein ausgeglicheneres Spiel, die Pumetten wurden bei Ballbesitz stärker unter Druck gesetzt und waren nun auch zunehmend in der Verteidigung gefordert. Hier erwies sich Gwen Engelhardt (# 22), die an diesem Tag krankheitsbedingt die Position der Torhüterin übernommen hatte, als ein großartiger Rückhalt für das Team, indem sie stets die Ruhe bewahrte und gleich mehrere gute Schüsse der Gastgeberinnen entschärfte. Zwar gelang der Heimmannschaft nach langer Druckphase in der 13. Minute letztlich der Anschlusstreffer, doch die Pumetten ließen sich davon nicht beeindrucken und hielten den gegnerischen Angriffen weiterhin stand, während sie gleichzeitig immer wieder Entlastungsangriffe liefen. Zunächst scheiterten diese noch an der mangelnden Präzision im Abschluss, doch in der 21. Minute war es schließlich soweit, Lisa Schlicher (# 2) nahm es in einem tollen Sololauf gleich mit mehreren Gegenspielerinnen auf und behielt vor dem Tor die Ruhe – 3:1! Der Treffer gab dem Spiel der Pumetten wieder etwas mehr Ruhe, sodass beide Teams nun in etwa gleich viele Spielanteile hatten. Während die Spielerinnen aus Karlsruhe und Ulm jedoch immer an der aufmerksamen Freiburger Verteidigung scheiterten, gelang den Gästen kurz vor dem Ende der Halbzeit noch das 4:1, als Birte Feldkamp (# 25) sich nun auch endlich für ihre kontinuierlichen Offensivbemühungen belohnte.

Nach der Halbzeitpause schien das Spiel zunächst nahtlos an den Verlauf der ersten Hälfte anzuknüpfen: Nach drei Minuten gelang den Gastgeberinnen das zweite Tor, doch Leonie Herfarth lieferte beinahe umgehend die Antwort, indem sie einen furiosen Lauf an mehreren Gegenspielerinnen vorbei mit dem 5:2 krönte. Dann jedoch ließ die Konzentration bei den Freiburgerinnen etwas nach, während Karlsruhe das Spiel in die Breite zog und seinen schnellen Angreiferinnen mehrere Eins-gegen-eins-Situationen verschaffte, aus denen binnen einer halben Minute zwei Tore resultierten. Plötzlich waren die Gastgeberinnen wieder dran! In dieser Situation nahm Coach Patrick Greiner ein wichtiges Time-out und gab den Pumetten damit die Gelegenheit, sich nach dem Doppelschlag wieder zu fangen.

Nach einer kurzen Analyse des gegnerischen Spielzuges, mit dem der Gegner die beiden Tore erzielt hatte, ging das Team mit erneuerter Konzentration zurück aufs Feld. Die Angriffe der Heimmannschaft wurden nun wieder konsequenter verteidigt, und nachdem die Pumetten auf diese wieder etwas Ruhe in das Freiburger Spiel eingekehrt war, zeigte Julia Gaspar (# 9) in der Offensive ihre Klasse: Innerhalb von nicht einmal drei Minuten erzielte sie drei unglaublich wichtige Tore, mit denen sie ihr Team mit 8:4 in Front brachte! Die Gastgeberinnen reagierten mit wütenden Angriffen, während die Pumetten aufopferungsvoll verteidigten und sich Gwen Engelhardt im Tor weiterhin glänzend aufgelegt zeigte. Dennoch zeitigten die Offensivbemühungen der Gastgeberinnen schließlich Erfolg, zehn Minuten vor Schluss hatten sie ihren Rückstand erneut auf zwei Tore verkürzt. Dann jedoch schoss eine Angreiferin der Heimmannschaft auf das Freiburger Tor, während sich eine Verteidigerin in der Schusslinie befand – „dangerous propelling“! Eine zweiminütige Strafzeit und Ballbesitz für die Pumetten waren die Folge. Sina Spiegler übernahm in dieser Situation die Verantwortung und trug den über das ganze Feld in den Angriff, wo ein Pass Marion Mauermann (# 19) am Crease erreichte, die souverän verwandelte – Freiburg führte nun mit 9:6 bei acht verbleibenden Spielminuten!

Doch trotz dieses erneuten Rückschlages gab sich der Gegner aus Karlsruhe und Ulm noch lange nicht geschlagen und setzte die Pumetten weiterhin unter Druck. Einen Ballverlust der Freiburger Offensive nutzten die Gastgeberinnen für ein Fastbreak und ihren siebten Treffer des Tages, womit weiterhin alles offen schien. Kurz darauf landeten die Pumetten jedoch einen Doppelschlag, als zunächst Lisa Schlicher Miriam Lochmüllers (# 15) Lauf aus der Verteidigung bis nach ganz vorne zum 10:7 veredelte und kurz darauf erneut Marion Mauermann mit einem Cut ans Crease erfolgreich war. Im Anschluss gelang den Gastgeberinnen zwar nochmal ein Treffer, doch die Pumetten ließen sich nun nicht mehr aus er Ruhe bringen und spielten die verbleibende Zeit souverän runter. Den Schlusspunkt der Partie setzte wenige Sekunden vor Abpfiff schließlich Leonie Herfarth, die gleich mehrere Verteidigerinnen schwindelig spielte und mit ihrem dritten Treffer des Tages den 12:8-Endstand herstellte.

Das Damenteam der Pumas verteidigt mit diesem Sieg seine Spitzenposition in der 1. Landesliga Baden-Württemberg und bleibt in der Saison 2016/17 weiterhin ungeschlagen. Am kommenden Wochenende geht es für die Pumetten nun zum letzten Auswärtsspiel der Hinrunde nach Saarbrücken.

Tore für die Pumetten: Leonie Herfarth (3), Julia Gaspar (3), Lisa Schlicher (2), Marion Mauermann (2), Sina Spiegler (1), Birte Feldkamp (1)

Teamfoto Damen Ulm/Karlsruhe B_funny

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